artikeloktober2021

Vom Ich zum Wir: Beziehung schaffen in der Führung von Menschen

Führung ist in den letzten Jahren in einem grossen Wandel, der durch die Corona-Zeit noch verstärkt wurde. Der Kontakt und die Gestaltung von Beziehung zu den Mitarbeitenden stehen mehr und mehr im Zentrum. Wenn Ziele erreicht werden sollen, ist der Einbezug aller Beteiligten notwendig. Die Konzepte der Transaktionsanalyse sind dafür sehr hilfreich und unterstützend
Seit vielen Jahren arbeite ich als Coach mit Führungskräften: Mit sehr erfahrenen, mit Personen, die neu eine Führungsaufgabe übernehmen, in ganz unterschiedlichen Branchen. Ausserdem bilde ich ebenfalls schon seit vielen Jahren Führungskräfte aus. Für mich steht da immer, die eigene Persönlichkeit der Führungskraft im Zentrum. Die Auseinandersetzung damit ist der eigentliche Schlüssel in der Führung.
Das hat unter anderem damit zu tun, dass sich seit geraumer Zeit Führung und das Führungsverständnis verändert haben. Eine Führungsperson ist nicht mehr die allwissende Leitfigur, die alles im Griff hat. Durch die Entwicklungen der vergangenen Jahre in Bildung und Wissen, durch den kulturellen Wertewandel sowie die gesellschaftlichen und die technischen Veränderungen hat sich die Komplexität in allen Bereichen des Lebens massiv erhöht. All dies führt dazu, dass sich die Machtverhältnisse in Organisationen gewandelt haben. Führungskräfte haben weniger Macht und weniger direkten Einfluss. Sie sind immer mehr auf aktive, konstruktive Mitarbeitende angewiesen, die bereit sind Verantwortung zu übernehmen.
Damit dies gelingen kann, wird die Person bzw. die Persönlichkeit der Führungskraft immer wichtiger. Mindestens genauso bedeutsam ist die aktive Gestaltung von Beziehungen. Das bedeutet, dass Führungspersonen einerseits gefordert sind, sich vermehrt mit sich selbst und ihrer Persönlichkeit auseinanderzusetzen und andererseits auch in der Lage sein müssen, Beziehungen mit ihren Mitarbeitenden herzustellen und bewusst zu gestalten.
Dazu benötigen sie neben der Bewusstheit über die Bedeutung dieser Aspekte und deren Reflektion hilfreiche Landkarten. In der Transaktionsanalyse gibt es dazu geeignete Modelle, die auf der einen Seite helfen, die persönlichen Themen zu reflektieren sowie auf der anderen Seite auch die Beziehungsgestaltung unterstützen können.
Ein Modell, das sehr hilfreich ist, persönliche Muster zu reflektieren, sind die Antreiber(1). Dazu ein Beispiel:
Im Rahmen einer Weiterbildung wurde einem CEO eines mittelständischen Unternehmens bewusst, dass bei ihm der Antreiber «Mach’s anderen recht» jedes Mal aktiviert wurde, wenn er Entscheidungen treffen musste, von denen er wusste, dass nicht alle Beteiligten diese positiv aufnehmen würden. Damit er sich selbst nicht blockierte, suchte er vor solchen Entscheidungen jeweils den Austausch mit seinem Coach, um sich zu reflektieren und zu überlegen, wie er seine Entscheidungen vertreten konnte. Er überlegte, wo und wie er sich gut abgrenzen konnte. Gleichzeitig half ihm sein Einfühlungsvermögen, mit den Enttäuschungen anderer achtsam umzugehen.
Die Arbeit mit dem eigenen Antreiber hilft zu verstehen, was in einer Situation geschieht, die verunsichernd wirkt und dadurch Stress verursacht. Ausserdem entsteht Bewusstheit, welche positiven Qualitäten in einem Antreiber sind und wie sich diese auswirken. Es sind also gleichzeitig Stärken und Schwächen darin enthalten, die gut ausbalanciert werden wollen. Dies ist nur möglich, wenn eine Person den bewussten Zugang dazu hat und weiss, wie sich sein Antreiberverhalten auf die Beziehungsgestaltung auswirkt. Dann kann es auch gelingen, mit diesen inneren Stressoren umzugehen und Stolpersteine zu vermeiden. Im obigen Beispiel wird beschrieben, wie dies durch Austausch entwickelt werden kann.
In der Führung von Organisationen und Menschen ist auch ein anderer Ansatz sehr hilfreich: Das Bonding-Modell von Georg Kohlrieser(2). Es beschreibt eindrücklich den Kreislauf zwischen Bindung und Trennung, der uns Menschen immer und überall begleitet. Dazu gehört auch, dass es einen Prozess der Ablösung oder der Trauer braucht, um sich aus Bindungen zu lösen. Dabei entstehen emotionale Prozesse, die eine angemessene Begleitung benötigen, um einen nächsten Schritt machen zu können. Insbesondere in Veränderungsprozessen ist diese Landkarte sehr hilfreich, damit sich Führungskräfte im Prozess selbst reflektieren können und gleichzeitig in der Lage sind, in der Begleitung ihrer Mitarbeiter/innen bewusst und angemessen die Beziehung zu gestalten.
Ein Beispiel: Seit einiger Zeit begleite ich ein Führungsteam von fünf Personen einer sozialen Institution. Fast alle haben Weiterbildungen besucht, in denen sie sich mit den Konzepten der Transaktionsanalyse auseinandergesetzt haben. Als Coach erlebe ich sie sehr reflektiert. Bei einem Treffen taucht ein Thema auf, von dem sich zeigt, dass dies alle gleichermassen beschäftigt und betrifft. Immer wieder erleben sie, dass Trennungen von langjährigen Mitarbeitenden ungut verlaufen. Entweder gehen diese, weil sich ein Konflikt nicht lösen lässt oder nach der Kündigung entstehen Unstimmigkeiten über die Austrittsmodalitäten, die sich nicht auflösen lassen. In der Reflektion von verschiedenen derartigen Situationen verdeutlicht sich ein Muster: In Konfliktsituationen wird oft lange zugewartet, bis von der Führung klar Stellung bezogen wird. Die daraus entstehenden Konflikte auf beiden Seiten eskalieren dann so, dass es zu einer unguten Trennung kommt.
Auch hier zeigt sich wohl der Antreiber «Mach’s allen recht». Mit diesem kann erklärt werden, warum Konfrontation schwierig ist – wie oben beschrieben. Ein anderer Erklärungsansatz ist die Theorie von Nähe und Bindung sowie deren Ablösung, die George Kohlrieser im Bonding-Kreislauf beschreibt. Bindung oder Beziehung ist ein grundlegendes Bedürfnis von Menschen und die Grundlage für erfolgreiches gemeinsames Arbeiten und Gestalten von Menschen und Organisationen.
Bondingkreislauf nach Kohlrieser

Das oben beschriebene Führungsteam und die Organisation zeichnen sich dadurch aus, dass sie sehr gut darin sind, Beziehungen zu gestalten und Nähe herzustellen. Das macht die Organisation erfolgreich und führt auch dazu, dass es viele langjährige Mitarbeitende in der Organisation hat.
Etwas weniger geübt sind sie im Umgang mit Störungen. Wenn es Enttäuschungen, Ablehnungen oder Misserfolge gibt, dann stossen sie an eine Grenze und versuchen oft etwas aufrecht zu erhalten oder zu retten, wo es eigentlich Veränderung braucht. Das Team versteht durch die Reflektion, wie wichtig die Akzeptanz ist, dass Bindungen auch zu Ende gehen können. Die dann entstehenden Trauerreaktionen von allen Beteiligten sind wichtig wahrzunehmen und entsprechend einzuordnen. Es braucht eine Aufarbeitung dieser emotionalen Reaktionen, um sich weiterentwickeln zu können, als Menschen und als Organisation. Eine hilfreiche Orientierung gibt der Trauerprozess(3), wie er zum Beispiel von Elisabeth Kübler-Ross beschrieben wird.
Auf dieser Basis entwickelt das Führungsteam gemeinsame Strategien, um eine angemessene Begleitung des Ablösungsprozesses zu etablieren. Dazu gehört unter anderem, bewusster und aktiver die entstehenden Konflikte anzugehen. Sie überlegen, wie sie sich gegenseitig unterstützen können, wenn solche Situationen entstehen. Dabei zeigt es sich, dass es für sie wichtig ist, gemeinsame Ziele zu haben. Diese beinhalten unter anderem wie sie die Zukunft der Organisation gestalten wollen und was die Anforderungen sind, die sie an künftige Mitarbeitende haben. Ausserdem einigen sie sich darauf, dass sie festlegen, wie sie künftig damit umgehen, wenn Trennungen von Mitarbeitenden anstehen. Damit sie eine einheitliche und klare Haltung einnehmen können.
In dieser Arbeit wird nochmals sehr deutlich, wo die Ressourcen und Qualitäten der einzelnen Mitglieder des Führungsteams sind. Auch zeigt sich, wer sich wie gegenseitig unterstützen kann.
Es gelingt ein beispielhaftes Bonding innerhalb des Führungsteams zu entwickeln für die Bewältigung dieser Herausforderung. Dies ist möglich durch grosse Offenheit über persönliche Stärken und Schwächen. Ausserdem sind die Diskussionen geprägt durch eine +/+-Haltung(4), die eine der wichtigsten Grundlagen für gelingende Bindung ist. Damit gelingt es vorbildhaft einen Prozess in Gang zu setzen, der in die Organisation wirken kann.
Dies ist ein eindrückliches Beispiel wie Führungskräfte an ihren eigenen Themen arbeiten und selbst als Personen wachsen können. Das ist für mich die Zukunft der Führung!
Die Beispiele zeigen deutlich, wie wichtig die Selbstreflektion von Führungspersonen ist. Je besser sie sich selbst kennen, desto authentischer und klarer sind sie in der Gestaltung ihrer Führungsrolle. Und das wirkt sich unmittelbar auf die Beziehungsgestaltung und den Führungsalltag aus. Zusammenfassend heisst dies: Die Erforschung des eigenen Ichs erlaubt einen guten Zugang zum Wir, zu den gemeinsamen Themen und den Anforderungen an gelingende Beziehung und Bindung.

Fußnoten
1. Antreiber:
Mit diesem Modell wird beschrieben, wie Erwachsene elterliche Botschaften umsetzen, teilweise sind diese unterstützend, teilweise einschränkend und behindernd. Die Antreiber lassen sich über beobachtbares Verhalten erschliessen. Sie zeigen sich in einer typischen Kombination von Äusserungsformen, wie Wortwahl, Sprechweise, Gesten, Körperhaltung und Gesichtsausdruck. Antreiber sind verinnerlichte Anweisungen, denen vor allem in belastenden und schwierigen Situationen unbewusst gefolgt wird. Dies geschieht in der Hoffnung, dass es dies problemlösend ist. Leider zeigt sich zumeist, dass sich die Situation nicht löst, sondern eher verschlimmert, der Druck noch zunimmt. Es werden fünf Antreiber definiert:
Sei perfekt / Mach keine Fehler
Mach schnell / Beeil dich
Streng dich an
Mach es allen recht / Sei liebenswürdig
Sei stark / Zeig keine Gefühle
2. Bonding-Modell:
Der Bonding-Kreislauf hilft uns zu verstehen, was uns motiviert, wie wir Bindungen eingehen und wieder auflösen, wie wir mit Trennung, Enttäuschung, Ablehnung und Misserfolg umgehen. Ausserdem unterstützt er dabei, uns Trauer bewusst zu werden und diese angemessen auszudrücken, um danach frei zu werden wieder erneut Bindungen einzugehen.
Dabei lassen sich verschiedene Phasen beschreiben: Zu Beginn einer Beziehung wird Nähe hergestellt, verspüren wir ein Wohlbefinden, das sich mit der Qualität des
«Verliebens» vergleichen lässt. In der Bindung ist emotionaler Austausch möglich, der uns viel Energie gibt und von echtem Interesse begleitet wird. In der Ablösung wird der Bindungsprozess unterbrochen, entweder als Ergebnis einer natürlichen Weiterentwicklung oder durch einen inneren oder äusseren Konflikt. Der Trauerprozess beginnt damit und ist die natürliche Reaktion auf den Verlust von Bindung, es sind Phasen von Abschied und Loslassen notwendig, um gesunde Entwicklung zu ermöglichen.
3. Trauerprozess:
Elisabeth Kübler-Ross beschreibt 5 Trauerphasen:
Verleugnen / Nicht-Wahrhaben-Wollen
Wut
Verhandeln / Feilschen
Schmerz / Depressione / Trauer
Akzeptanz / Blick aufs Neue

Wichtig ist es, diese Phasen jeweils zu durchlaufen und nicht in der einen oder anderen steckenzubleiben. Den Schmerz und die Trauer zu durchleben ist notwendig, um danach wieder neue Bindungen aufbauen zu können.
4. +/+-Haltung:
Eric Berne beschreibt Grundhaltungen oder Grundpositionen, in denen Menschen früh Überzeugungen über sich selbst und ihre Umgebung
entwickeln. Wahrscheinlich behalten Menschen diese Überzeugungen ein Leben lang. Sie lassen sich folgendermassen zusammenfassen:
«Mit mir ist alles in Ordnung oder mit mir stimmt etwas nicht; Mit dir hat es schon seine Richtigkeit oder mit dir ist etwas nicht in Ordnung.»
Daraus ergeben sich verschiedene Kombinationen und Stellungnahmen von Menschen zu sich selbst und anderen:
1. Mit mir hat es seine Richtigkeit, und du bist mir recht, so wie du bist (+/+);
2. Mit mir stimmt etwas nicht, du bist in Ordnung (-/+);
3. Ich bin in Ordnung, aber mit dir stimmt etwas nicht (+/-);
4. Mit mir stimmt etwas nicht, und mit dir ist auch etwas nicht in Ordnung (-/-).
Diese vier Ansichten sind bekannt als Grundhaltungen. Sie stellen die grundlegende Haltung dar, die jemand einnimmt, wenn es um den wahren Wert geht, der er sich und anderen zuschreibt. Diese Haltungen werden benutzt, um Entscheidungen oder Verhalten zu rechtfertigen.



Literatur
Bentele M. (2019): Halt und Haltung in der Führung: Der reflektierte Umgang mit sich selbst. In: Scheurenbrand (Hrsg.): Halt und Haltung – Reader zum 39. Fachkongress der Deutschen Gesellschaft für Transaktionsanalyse, 10.- 12. Mai 2019, Lindau. Lengerich: Pabst Science Publishers. (Seite 179 – 183).
Bentele M. & Weber M. (2015): Macht und Komplexität – Führung verändert sich. DSGTA info eins 15, S. 28 – 31.
Hüther G. (2015): Etwas mehr Hirn bitte – Eine Einladung zur Wiederentdeckung der Freude am eigenen Denken und der Lust am gemeinsamen Gestalten. Göttingen: Vandenhoeck & Rupprecht
Kaduk S., Osmetz D., Wüthrich H. & Hammer D. (2013): Musterbrecher – Die Kunst das Spiel zu drehen. Hamburg: Murmann Publisher.
Kübler-Ross E., (1970): On Death and Dying. London: Tavistock.
Kohlrieser G., (2008): Gefangen am runden Tisch – Klarheit schaffen - Entschlossen verhandeln – Leistung freisetzen. Weinheim: WILEY-VCH
Laloux, F. (2015): Reinventing Organizations – Ein Leitfaden zu Gestaltung sinnstiftender Formen der Zusammenarbeit. München: Franz Vahlen
Senge P. (1996): Die fünfte Disziplin – Kunst und Praxis der lernenden Organisation. Stuttgart: Klett-Cotta.
Weber M. (2017): Die Welt im Umbruch – Folgerungen für das Management von Organisationen. DSGTA info eins 17, S. 17 – 21.
Wüthrich H. (2018): Führen als Profession. Referat anlässlich des DSGTA Kongresses 2018 in Luzern.
Zeuch A. (2015): Alle Macht für Niemand – Aufbruch der Unternehmensdemokraten. Hamburg: Murmann Publishers.

Maya Bentele
dipl. Psychologin FH/SBAP, Lehrende und Supervidierende Transaktionsanalytikerin TSTA in den Bereichen Organisation und Beratung.
Dolderstrasse 24, CH-8032 Zürich,
www.bentele.ch, maya@bentele.ch
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artikelmärz2021

«Stirb- und Werdeprozesse»
aus astrologischer und TA-Sicht

Autoren: Silvia Scherzinger und Karl Oberhauser – Wir leben in aussergewöhnlichen Zeiten. Eine neue Ära ist seit dem 12. Januar 2020 eingetreten, als sich Saturn und Pluto im Tierkreiszeichen Steinbock trafen. Ein Zusammentreffen von langsam laufenden Planeten (Konjunktion) läutet immer eine wichtige Zeit oder sogar einen Zeitenwandel an. Langsam laufend bedeutet, dass diese Planeten sich nur gemächlich fortbewegen und über einen längeren Zeitraum intensiv wirken. Ausserdem ist eine Konjunktion immer ein Startschuss für einen neuen Zyklus, während ein alter zu Ende geht. Wichtig erscheint an dieser Stelle zu sagen, dass in der Astrologie nicht davon ausgegangen wird, dass beispielsweise die einzelnen Planeten Einfluss auf uns haben. Sie sind vielmehr als Symbole einer Sprache zu verstehen, wie universelle Energieprinzipien auf und in uns wirken.
Saturn und Pluto begegnen sich zwar alle 32-37 Jahre, doch im Tierkreiszeichen Steinbock war das letzte Treffen am 3. Januar 1518. Damals wurde mit den Thesen von Martin Luther die Reformation eingeläutet. In der Vergangenheit sind grosse Weltereignisse immer mit Pluto-Saturn-Zyklen einhergegangen.
Saturn steht in der Astrologie für Struktur, Gesetze, Regeln, Verantwortung, Pflicht, das gesellschaftliche Leben, aber auch für Geduld, Konzentration, Schuld und Hemmung. Ausserdem ist Saturn der Herrscher über den Steinbock.
Pluto hingegen wird mit Gewalt, Zerstörung, Macht und Ohnmacht in Verbindung gebracht, aber auch mit Tiefgründigkeit, Loslassen und Transformation; wie der Phönix, der aus der Asche steigt.
Das Zusammentreffen von Saturn und Pluto im Januar 2020 hat eine wichtige Zeit eingeläutet, auf kollektiver und persönlicher Ebene. Bis November 2020 standen die beiden Planeten im Steinbockzeichen, wirken aber als Wandlungsprozess noch heute. Im persönlichen Horoskop (Radix) ist ersichtlich, in welchen Lebensbereich diese bedeutende Konstellation des letzten Jahres mit seinen Themen und Herausforderungen für jeden einzelnen Menschen fiel. Ein gemeinsamer Nenner jedoch war, dass damals die Angst vor dem Coronavirus sich schnell zu einer weltweiten Krise entwickelte.


Angstgefühle kennt jeder Mensch und löst jeweils ein Stirb- und Werde Prozess aus. (Saturn/Pluto) Da sind Befürchtungen, was die Zukunft betrifft, Angst etwas oder jemanden zu verlieren, Angst zu versagen, Angst bestraft zu werden, Angst arbeitslos oder krank zu werden, usw. Jeder erlebt Angstgefühle unterschiedlich. Auch sind die jeweiligen Bewältigungsstrategien der Angst sehr individuell.
Angstgefühle oder blockierende Eigenschaften, die sich im persönlichen Horoskop als hemmende Planetenkonstellationen oder Aspekte zeigen, lassen sich auch auf die Transaktionsanalyse übertragen, wo sie als Bannbotschaften oder Antreiber bezeichnet werden.
Bannbotschaften
Bannbotschaften sind in der Transaktionsanalyse unausgesprochene Einschärfungen oder Anweisungen, welche Eltern und Erzieher subtil an ihr Kind herantragen. Das Ziel der Bannbotschaften liegt darin, im Kind auf nonverbaler Basis ein bestimmtes Verhalten zu aktivieren oder es in eine gewünschte Richtung zu leiten.
Schon in den ersten Lebensjahren erhält ein Kind von seinen Eltern und Bezugspersonen verschiedene Botschaften, in welchen es erfährt, dass gewisse Eigenschaften oder Verhaltensweisen von ihm unerwünscht resp. nicht akzeptabel sind. Diese Botschaften lösen im Kind verschiedene existenzielle Ängste aus, wie z.B. Angst vor Zurückweisung, Angst vor Versagen, Angst vor Trennung. Ein Kind, das Angst haben muss, von den Eltern nicht geliebt zu werden, hat auch Angst, zurückgewiesen und verlassen zu werden. Da ein Kind so sehr von der Zuwendung und der Akzeptanz der Erwachsenen abhängig ist, reagiert es sehr sensibel, wenn es direkt oder indirekt Ablehnung oder Entwertung erfährt. In der Folge eignet es sich einen unbewussten Schutz- und Anpassungsmechanismus an, der jedoch für die Entfaltung und Entwicklung des Kindes sich früher oder später eher hemmend auswirkt.
In Momenten, in welchen das Kind elterliche Einschärfungen wahrnimmt, bleiben stets wunde Punkte, Komplexe oder Minderwertigkeitsgefühle zurück. Bannbotschaften haben daher einen enorm starken Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes resp. bestimmen unbewusst seine Befindlichkeit, seine Verhaltensweise und Glaubensmuster.
Ebenfalls haben Bannbotschaften einen enorm starken Einfluss auf das Selbstwertgefühl des Kindes. Schon ein vorwurfsvoller Blick genügt, dass sich das Kind unverstanden, abgelehnt oder blossgestellt fühlt. Eine abwertende Haltung von nahen Menschen, welche das Kind liebt oder von denen seine Existenz abhängig ist, sind besonders schmerzvoll und verletzend. Durch das herabgesetzte Selbstwertgefühl glaubt das Kind nicht zu genügen und fühlt sich minderwertig und nicht liebenswert. Gleichzeitig gehen Gedanken durch seinen Kopf wie: “Ich bin ein Versager, ich bin unwichtig, ich bin wertlos, ich bin nicht o.k.“
Bannbotschaften bleiben im Kind vielfach als sogenannte Lebensskripte zurück, die sein weiteres Leben prägen.
Im Buch „Die Transaktionsanalyse“ von Jan Stewart und Vann Joines werden 12 Bannbotschaften beschrieben:
Astrologisch gesehen können diese Bannbotschaften jeweils einem Tierkreiszeichen oder Planetenprinzipien und ihren Eigenschaften zugeordnet werden. Im persönlichen Radix sind diese Themen durch die Stellungen der Planeten zueinander und den Tierkreiszeichen, etc. sichtbar. Astrologie ist sehr komplex und vielschichtig. An dieser Stelle können darum nur ein grober Überblick und einzelne Facetten aufgezeigt werden. Allfällige scheinbare Widersprüche sind dieser Unmöglichkeit auf Vollständigkeit geschuldet.


1. «Werde nicht erwachsen!» Widder (Willenskraft, Impulsivität, Energie, Mut, Tatendrang)
2. «Lass das!» Stier (Sinnlichkeit, Genuss, Beharrlichkeit, Sicherheitsstreben)
3. «Denke nicht!» Zwillinge (Geist, Witz, Lernfreude)
4. «Fühle nicht!» Krebs (Gefühlsbetontheit, Eigenwilligkeit, Geborgenheit, Nähe)
5. «Sei nicht wichtig!» Löwe (Glanz, Grosszügigkeit, Mittelpunktstreben)
6. «Sei nicht gesund!» Jungfrau (Genauigkeit, Nützlichkeit, Unterscheidungssinn)
7. «Sei nicht du selbst!» Waage (Sinn für Schönheit, Harmonie, Ausgleich)
8. «Sei nicht normal!» Skorpion (Zersetzung, Grenzsituationen, bohrende Fragen)
9. «Schaffs nicht!» Schütze (Freiheitsliebe, Unbekümmertheit, Bewegungsfreude)
10. «Sei kein Kind!» Steinbock (Durchhaltevermögen, Ehrgeiz, Zielbewusstheit, Stolz)
11. «Sei nicht nahe/zugehörig!» Wassermann (Kommunikation, Humanität, Brüderlichkeit)
12. «Sei nicht/existiere nicht!» Fische (Sensibilität, Hilfsbereitschaft, Mitgefühl, schwer fassbar)


Durch Bannbotschaften wird im Kind jeweils auf nonverbaler Basis ein bestimmtes Verhalten aktiviert.
Saturn steht in der Astrologie für Grenzen und Widerstände die wir erfahren und mit ihnen umgehen lernen sollen. Er verkörpert dadurch auch Struktur, Gesetze und Verantwortung, lehrt uns aber dadurch auch Beharrlichkeit und Widerstandskraft aufzubauen. Saturn wird insofern mit den Bannbotschaften in Verbindung gebracht, als er hier das blockierende Element in Bezug auf eines anderen Planetenprinzips darstellt.
Die Botschaft „Werde nicht erwachsen!“ wird mit den Planeten Mars und Saturn, sowie dem Sternzeichen Widder in Verbindung gebracht. Dem Kind wird ein ganz bestimmtes Verhalten anerzogen. Mars steht in der Astrologie ähnlich wie Widder für Wille, Durchsetzung, Initiative und Handeln, einem eigentlich natürlichen Verhalten des Kindes, das nun aber in Kombination mit Saturnenergie stark bevormundet wird und keine Eigeninitiative, Willens- oder Durchsetzungskraft entwickeln, geschweige denn seine eigene Meinung vertreten darf.
„Lass das!“ Botschaften sind z.B. Ermahnungen oder Verbote welche Eltern aus übertriebener Sorge, Angst oder Absicht dem Kind gegenüber äussern. Das Kind wird sich dann nicht getrauen eigene Bedürfnisse und Wünsche zu äussern, was es gerne haben würde. Sicherheit und Genuss bleiben ihm verwehrt. Aus astrologischer Sicht werden hier das Tierkreiszeichen Stier und das Venusprinzip mit dem Saturn verbunden: Venus steht unter anderem für Genussfreude, Schönheit und Harmoniestreben, das nun blockiert wird.
Kinder mit der „Denke nicht!“-Botschaft sind unlogisch und kompliziert veranlagt. Merkur (und auch das Zeichen Zwillinge) stellt unter anderem den Verstand, das Denken und die Vernunft dar. Werden diese Eigenschaften blockiert kann dies beispielsweise auch dazu führen, dass Kinder in der Schule Schwierigkeiten haben, sich zu konzentrieren
„Fühle nicht!“ Kinder, sind oftmals Jungs, welche von klein auf stets getrimmt wurden keine Gefühle zu zeigen, um ja nicht als schwach oder verweichlicht zu scheinen. Astrologisch wird hier die Blockierung des Mondes angesprochen, welcher wie das Tierkreiszeichen Krebs unter anderem für Gefühle, Emotionen, Phantasie und auch die seelische Grundstimmung steht.
Die Botschaft „Sei nicht wichtig!“ ist eine starke Kränkung für ein Kind. Das Kind fühlt sich zu wenig beachtet und anerkannt. Es spricht leise und wird vermeiden sich in den Vordergrund zu spielen. Aus astrologischer Sicht ist hier das Sonnenprinzip, das auch mit dem Sternzeichen Löwe zusammenhängt, blockiert: es bezeichnet den Wesenskern eines Menschen, sein zentrales Anliegen und sein inneres Selbst.
Vernimmt ein Kind die Botschaft „Sei nicht gesund!“, so glaubt es, die meiste Zuwendung zu erlangen, wenn es krank ist oder wenn es ihm gesundheitlich nicht gut geht. Ein blockierter Chiron, der für den «verwundeten Heiler» und somit ganz generell für das Thema Gesundheit steht, führt oft dazu, dass solche Kinder diffuse Beschwerden oder psychosomatische Erkrankungen haben.
Bei der „Sei nicht du selbst!“ Botschaft darf das Kind nicht so sein und sich zeigen, wie es ist oder gerne sein möchte: z.B. in der Beziehung, Kleiderwahl, Frisur. Auch glaubt es zu wenig hübsch zu sein. Hier kommt wieder die Venus, zusammen mit dem Zeichen Waage ins Spiel, in diesem Zusammenhang wird der Schönheitssinn, das ästhetische Empfinden blockiert.
Der Planet Jupiter steht gemeinsam mit dem Sternzeichen Schütze für Glück, Erfolg, der Suche nach einem individuellen Sinn und Ziel im Leben, aber auch beispielsweise für Überschwänglichkeit. Wird dies nun durch Saturnenergie blockiert, drückt sich dies in der „Schaffs nicht!“ Botschaft!“ aus und sagt dem Kind auf nonverbaler Basis, dass es seine Ziele nicht erreichen darf. Oder kein Glück und keinen Erfolg verdient hat.
Die Botschaft „Sei nicht normal!“ vermittelt dem Kind stets das Gefühl von Ohnmacht und ausgeliefert sein oder Andersartigkeit, z.B. sexuelle Zugehörigkeit. Hier wird das Mondthema, also die Gefühle, Emotionen, die Empfindungsweise nicht von Saturnenergie blockiert, sondern wird mit Pluto, welcher unter anderem für den Umgang mit Macht, Ohnmacht steht, aber auch für die Fähigkeit zu radikaler Veränderung und Erneuerung: Stirb und werde. Gleichzeitig besteht der Bezug zum Zeichen Skorpion, das unter anderem mit Grenzsituationen und der Zersetzung zu tun hat.
Die «Sei kein Kind!» Botschaft bewirkt, dass schon kleine Kinder sich sehr erwachsen geben und für die Familie und ihre Geschwister stets viel Verantwortung übernehmen. Astrologisch wird dies mit einer Blockade der Mondenergie, die neben Gefühlen und Empfindungen auch für das Kindsein steht, sowie mit dem Sternzeichen Steinbock in Verbindung gebracht.
Kinder, welche die «Sei nicht nahe/zugehörig!» Botschaft verinnerlicht haben, haben Mühe, längere Zeit intensive Zweisamkeit zuzulassen oder auszuhalten, da sie sich stets zurückgewiesen und als Aussenseiter fühlen oder nicht als die wirklichen Kinder ihrer Eltern. Auch hier ist der Mond im Spiel, jedoch im Zusammenhang mit Uranus, der in diesem Zusammenhang unter anderem für das Thema der Befreiung, der Bereitschaft, neue Wege zu gehen steht.
Bei der «Sei nicht, existiere nicht!» Botschaft, wird dem Kind eine ablehnende Haltung vermittelt. Das Kind fühlt sich von den Eltern ignoriert und übergangen. Mit der Zeit glaubt das Kind sogar, dass es für die Eltern besser wäre, wenn es gar nicht existieren würde. Diese Botschaft ist die Bedrohlichste von allen. In der Astrologie zeigt sich diese Bannbotschaft durch eine Verbindung zwischen Mond und Neptun, der für die Themen Täuschung, Illusion, Übersinnlichkeit, aber auch bedingungslose Liebe steht.
Um innere Kränkungen und Verletzlichkeiten wieder auszugleichen, entwickelt das Kind mittels der sogenannten Antreibern Strategien, um trotz der verinnerlichten Bannbotschaften von der Umwelt akzeptiert und geliebt zu werden. Deshalb schlüpft es gehorsam in die von den Eltern unbewusst gewünschte Rolle hinein. Doch durch die angepasste Verhaltensweise kann das Kind nicht mehr seine wahre Individualität zum Ausdruck bringen.
Elterliche Richtlinien, Anweisungen und Moralvorstellungen werden vom Kind stets als Gehorsamsregeln aufgenommen, welche das so genannte „Gewissen“ bilden. Sobald das Kind in seine ursprüngliche Verhaltensweise zurückfällt und eigene Vorstellungen, Meinungen und Rechte vertritt, entwickelt es sofort Schuldgefühle. Schuldgefühle werden ausschliesslich durch Nichteinhaltung von eigenen oder fremden Forderungen und Erwartungen erzeugt. Auf diese Weise wird das Kind subtil manipuliert und fremdbestimmt. Längerfristig rufen Bannbotschaften und Antreiber jedoch stets zwanghafte und hemmende Verhaltensmuster hervor.
Wem seine inneren Antreiber jedoch bewusst sind, dem zeigen folgende Erlaubnissätze eine Möglichkeit auf, diese zu korrigieren:


anstatt immer perfekt sein zu müssen, darf ich o.k. sein, auch wenn ich Fehler mache.
anstatt mich immer anstrengen zu müssen, darf ich Erfolg haben, es darf mir gelingen.
anstatt lieb und gefällig sein zu müssen, darf ich eigene Überzeugungen haben, wichtig sein und meine Meinung vertreten.
anstatt immer stark sein zu müssen ist es o.k., wenn ich meine Gefühle zeige und ich auch einmal „schwach“ bin.
anstatt mich immer beeilen zu müssen, darf ich mir Zeit nehmen, mir gestatten zu verweilen und zu geniessen.


Wirklich verinnerlichte Erlaubnisse fühlen sich gut an und befreien uns von jahrelang falsch gedeuteten Überzeugungen und Glaubenssätzen. Durch Erlaubnissätze verwandeln wir unsere prägenden Verhaltensmuster und stärken gleichzeitig unser Selbstbewusstsein. Belastende Gefühle und Ängste weichen und auch unser falsches Selbstbild, das wir jahrelang mit Ersatzgefühlen, diversen Vermeidungstechniken, falschen Annahmen, Überzeugungen und unangepassten Reaktionsweisen mühsamst versuchten aufrechtzuerhalten, zerfallen zunehmend. Ebenso lösen sich langsam durch die Bewusstwerdung irrtümliche Informationen auf, wie z.B. Schuld-, Scham- und Versagensgefühle, die wir seit der Kindheit in unserer Seele gespeichert haben.


Transformation oder Stirb und Werde Prozesse (Saturn/Pluto oder Coronakrise)
Das Leben verläuft rhythmisch. Wachsen, Reifen und Vergehen ist das Gesetz der Natur. Denn nur indem du Altbewährtes loslässt und ein Wagnis eingehst, kann etwas Neues wachsen und sich entwickeln. Aus Sicht der psychologischen Astrologie bieten Blockierungen und Hindernisse eine Aufgabe, sich im Leben in bestimmten Themen weiter zu entwickeln. Dieser Wandlungsprozess wird Transformation genannt. Stirb- und Werde-Prozesse gehören zum Leben. Entwicklung und Wandlung geschehen erst, wenn ein alter ausgetretener Pfad verlassen und ein neuer Weg eingeschlagen wird.
Die Seele ist immerfort bestrebt, einen Ausgleich zwischen dem Jetzt, dem Vergangenen und der Zukunft herzustellen. Dabei versucht sie die äussere Situation mit unserem Denken und Fühlen zu verbinden, um so in Übereinstimmung mit unserm Tun und Handeln zu gelangen. Ist die Zeit reif, drängt sie zu einem Wandel, zu einer Veränderung.
Damit Erneuerung überhaupt stattfinden kann, sind jedoch Lebenskrisen unvermeidbar. Krisen gehen immer mit Veränderungen einher. Ohne Lebensherausforderungen, Niederlagen und Frustrationen würden wir Menschen uns nicht entwickeln. Behinderungen und Schwierigkeiten sind also notwendige Voraussetzungen, damit wir als Persönlichkeit überhaupt wachsen und reifen können. Jeder Mensch birgt die Sehnsucht nach Wachstum und Entwicklung in sich, um sein wahres Ich leben zu können. Mit dem Zusammentreffen von Saturn und Pluto im Steinbockzeichen im Januar 2020 wurde eine solche Krise ausgelöst. Sie zeigte sich insbesondere in der Coronakrise, die uns alle aufforderte, sich mit den Themen Blockierung und Veränderung auseinander zu setzen.
Solange du dich aber gegen Veränderungen sträubst und dich dem Erneuerungsprozess widersetzt, solange hält dich die Angst gefangen und solange erleidest du Schmerz und Leid. Leider ist es so, dass der Mensch immer zuerst Kummer und Leid erfahren muss, bis ihm langsam bewusst wird, dass seine bisherige Lebensführung so nicht mehr weitergehen kann und dass es nun an der Zeit wäre, etwas zu verändern.
Erst wenn du die notwendigen Schritte der Änderungen einleitest, kannst du erahnen, dass diese sich nicht nur negativ auf dein Leben auswirken, sondern auch deinem Heil dienen. Wandlung beginnt, wenn du dich dem Leben stellst, Veränderungen zulässt, Altes loslässt und mutig Neuland betrittst. Um im Leben beweglicher zu werden, musst du daher dich von alten Denk- und Verhaltensmustern verabschieden. Wenn du bereit für Erneuerungen bist, ebnest du dir den Weg für ein selbstbestimmtes Leben.


Die Lösung liegt nicht im Festhalten, sondern im Loslassen!
Dein Leben ist ein ständiges auf und ab und du pendelst zwischen bewahren und verändern, zwischen Altem und Neuem, zwischen Wollen und Müssen, zwischen Pflicht und Lust.
Bevor jedoch etwas Neues geboren werden kann, muss zuerst das Alte sterben. Wenn du bereit bist, die Vergangenheit loszulassen und dich vertrauensvoll auf Neues einlässt, dann kann ein Erneuerungsprozess stattfinden. Bei einer Erneuerung opferst du nur das, was mit deinem wahren Ich nicht stimmig ist und dem du entwachsen bist. Erneuerungsprozesse entwickeln sich langsam durch Loslassen und Neuorientierung.
Aktuelle Erneuerungsprozesse oder der Aufbau aus astrologischer Sicht
Aus astrologischer Sicht befinden wir uns aktuell in einer spannenden Zeit des Neuanfangs. Am 21.12.2020 begegneten sich Jupiter und Saturn im Wassermannzeichen. Ein Ereignis, das zeitnah mit einer Sonnen- und Mondfinsternis stattfand. Diese aussergewöhnliche Konstellation läutete eine neue Zeitenwende an, welche in den nächsten 20 Jahren global in der Gesellschaft sichtbar werden wird.
Das Wassermannzeichen steht für Erneuerung, für soziale und humanitäre Eigenschaften, wo es um persönliche Entwicklung, individuelle Freiheit (Meinungsfreiheit, Demokratie), neues Denken, Vernetzung, technische Entwicklung und gesellschaftliche Veränderungen, wie auch um Gleichgesinnte und Freundschaften geht. Nicht so wie während der Pluto/Saturn Konjunktion im Steinbock, wo nur noch bestimmte Ansichten und einseitige Expertenmeinungen akzeptabel waren, Grundrechte beschnitten wurden, diktatorische Massnahmen verhängt wurden und in den öffentlichen Medien kein Diskurs mehr Platz hatte.
Im persönlichen Horoskop ist ersichtlich, wie sich diese Konstellation für jeden einzelnen Menschen auswirkt und welche Lebensbereiche persönlich betroffen sind. Vor allem Widder, Krebs, Waage und Steinbockgeborene der dritten Dekade sind mit Herausforderungen aber auch Chancen von dieser Konstellation betroffen. Die Quersumme des Datums 21.12.2020 ist eine 10, resp. eine 1, was ebenfalls für einen Neuanfang steht.
Individuell betrachtet, ermöglicht die Jupiter/Saturn Konjunktion im Wassermann emotional und persönlich zu wachsen, das Bewusstsein zu erweitern, alte Prägungen (Bannbotschaften, Antreiber) loszulassen und auf die Signale unser wundervollen Seele zu achten, um unser aller innewohnendes Potenzial zu entfalten.
Silvia Scherzinger und Karl Oberhauser
Silvia Scherzinger ist gelernte Pflegefachfrau. Sie hat die Ausbildung in Transaktionsanalyse und in Astrologie absolviert und führt zusammen mit Karl Oberhauser in Wil die Praxis VitaBalance.
Zusammen haben sie den «Seelencode» entwickelt, eine Behandlungsmethode um belastende Lebens- und Ahnenthemen aufzulösen.
www.praxis-vitabalance.ch / www.seelencode.ch
info@praxis-vitabalance.ch
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